Zusammenfassung
Dieses Werk ist in englischer Sprache erschienen. Die Zusammenfassung auf dieser Seite ist eine Übersetzung; der Originaltitel steht in Klammern.
Auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruhende Regelungen finden im Recht zunehmend Verbreitung. In diesem Zusammenhang kommen Anwendungen des Predictive Policing auf, die dazu dienen, mögliche Kriminalität zu erkennen und zu verhindern. Beim Predictive Policing werden im Kern Daten über in der Vergangenheit begangene Straftaten (etwa die Tatumstände, also Ort und Zeit, sowie Täter und Opfer) von Algorithmen ausgewertet, und es wird eine Risikobewertung hinsichtlich der Begehung einer neuen Straftat vorgenommen. Auf der Grundlage dieser Risikobewertung trifft die Polizei die erforderlichen Vorkehrungen, um Straftaten zu verhindern. Der Einsatz von KI im Predictive Policing erweckt den Eindruck, die Risikobewertung und ihre Ergebnisse seien frei von menschlicher Voreingenommenheit.
Tatsächlich enthalten KI-Algorithmen jedoch die Voreingenommenheit der Personen, die sie entwerfen. Auch die von den Algorithmen ausgewerteten Daten sind nicht frei von gesellschaftlichen Vorurteilen und Klassenungleichheiten. Daher ist es wahrscheinlich, dass sich im Predictive Policing diskriminierende Denkweisen und Praktiken sowohl Einzelner als auch der Gesellschaft niederschlagen. Um dies zu verhindern, sind die Anwendungen des Predictive Policing kritisch zu prüfen und mögliche Lösungen zu erörtern. In dieser Arbeit wird die für Diskriminierung anfällige Seite des Predictive Policing untersucht. Zudem wird erörtert, welche Schritte zum Schutz von Minderheiten und verletzlichen Gruppen der Gesellschaft unternommen werden können.
